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Idee zum Austausch. Von Jana B.
Ich möchte euch, zweifelnden, nachdenkenden und Rat suchenden, meine Gedanken, Taten und Entscheidungen bezüglich eines Auslandschulhalbjahres erzählen!
Alles nahm seinen Anfang,... Ich hatte an einem Austausch mit „La Réunion“ teilgenommen... Nun, es war total schön und ich war vorher noch nie so lange und weit von Kassel weg. So war es eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich war begeistert!!! Ich begann also in Gedanken bereits meine nächste Reise zu planen, als ich auf dem „Tag der Erde“ von Jugendlichen, die Prospekte für Axx austeilten gefragt wurde, ob Interesse an einem Auslandsjahr hätte. Das passte natürlich wie „Faust auf Auge“... Ich, ganz beseelt von dem Gedanken ein Jahr in einem anderen Land zu leben, begann meine Recherchen, auf den Spuren der großen und mir bekannten Organisationen, die sich durch Mundpropaganda bis zu mir vorgewagt hatten. Ich überlegte mir, nachdem ich einige Erfahrungsberichte gelesen hatte, dass ich gerne nach Kanada wollte. Nach einigen Tagen wurde dieser Wunsch von der Realität und den Preisen eingeholt... zwischen 9000 und 15000€ sollte mich mein Wunsch kosten. Zudem kam, dass ich mich nun sorgte ein Jahr gar nicht durchzuhalten. Ich verwarf vorerst jenen Gedanken, an ein Austauschjahr. Fand mich mit meinem Schicksal aber nicht ab... Ich merkte wie wichtig mir das ganze eigentlich war. Ich begann, nachdem meine Freundin mir gerade gesagt hatte, sie wolle ein Jahr in die USA gehen, mit erneuten Nachforschungen, diesmal aber gründlicher, ich ging, auch mein Tipp für euch , in die Stadtbibliothek und entlieh einige Bücher über das Thema „Schüleraustausch“. Ich vergrub mich wochenlang in meiner Lektüre unter anderem das sehr zu empfehlende „Handbuch Fernweh, ein Begleitbuch zum Schüleraustausch“ und erfuhr, dass auch ein Halbjahr belegt werden könnte, dass es noch viele, viele kleinere Organisationen gibt, gemeinnützige Vereine, auf was man achten sollte... Ich war völlig fasziniert und entschied mich auf grund vieler Kriterien für Frankreich. Nun begann die Anstrengung Kataloge anfordern, ich wollte mir einen möglichst guten Eindruck von der Bandbreite meiner Möglichkeiten und der zu Verfügung stehenden Angebote machen. Ich erhielt über Wochen täglich Kataloge und studierte sie mit Begeisterung. In den Katalogen wurden noch viele andere Länder angeboten, ich, offen und begeisterungsfähig zog vieles in betracht und wurde nachdem ich ein weiteres Land, neben Frankreich, ausgewählt hatte, auf das ich nun meine ganze Konzentration verwand, bitterlich enttäuscht. Mein Wunschland sollte für mich nicht realisierbar sein. Dennoch mein Wunsch ein Auslandsjahr zu machen war immer noch da, stärker denn je. Ich überlegte, ich bemerkte, dass für mich eigentlich viele Länder interessant waren, das Land stand nicht an erster Stelle, sondern die Möglichkeit es einfach zu tun! Ich dachte nach und mir vielen die vielen Prospekte wiederein. Frankreich !!!! Ich liebte und liebe die Sprache Ich überlegte und grübelte, eigentlich total perfekt, ich vertiefte mich erneut und bemerkte wie es zu mir passt!!! Ich wählte mir nun, nach dem ich, wie meine Mutter immer sagt: “Auf einigen Umwegen, das für ein Austauschjahr perfekte Land gefunden habe„, eine Organisation. Ich fertigte eine Liste mit den Top fünf an und wollte sie der Reihenfolge nach um Gesprächstermine bitten .Esfa stand ganz oben. Ich hatte im französischen Untereicht bereits davon gehört, und auch das Prospekt machte auf mich einen „stimmigen“ Eindruck. Ich rief also an. Ich führte einige Gespräche, währen denen wurden mir die Vorteile die Frankereich bietet erneut klar.
· Die Lage, viel Meer, abwechselungsreich nah an Deutschland gelegen, dennoch viele Unterschiede · die vielfältige Kultur · das Schulsystem, zwar lange Schule, es heißt aber, dass es eine der schwierigsten schulischen Herausforderungen sei. Und der Einstieg in den deutschen Schulalltag, für mich die Klasse 12, durchaus machbar sei · die Franzosen selber J J J · die Sprache, ich habe das Französisch schon immer geliebt ich könnte Stunden so weiter schreiben · und nicht zu vergessen, ich hatte ich einfach das Gefühl dass es passt!!!!!!
Ich hatte also meinen Interview Termin meine Eltern und ich, ganz von der Hoffnung getragen diesmal Glück zu haben, fuhren los. Auch schon währen des Gespräches bemerkten wir, wir hatten unsere Organisation gefunden!!! Das Gefühl bestärkte sich mehr und mehr, Frau Bremer hat mir sehr viel nützliches über Frankreich erzählt und ich äußerte den Wunsch, der mir auf der Seele lag, in der Kleinstadt, am Atlantik gelegen, in St- Malo platziert zu werden. Frau Bremer versprach möglichst schnell für mich in Erfahrung zu bringen, wo ich platziert werde, und versicherte mir zu versuchen meinen Wunsch zu erfüllen. Nun meine Eltern und ich hatten unsere Entscheidung getroffen ich fahre mit esfa am 02. 01. nach Frankreich Am 23.08. bekam ich Post (eine Woche nach meinem Interviewtermin) zunächst einmal die Reisebestätigung, mit der wir einen Vertrag eingehen, dass ich mit esfa fahre und mit enthalten auch eine Postkarte, die die Nachricht enthielt , dass ich nach St- Malo komme und die Fahrt schon mal buchen sollte. J Ich war so wahnsinnig glücklich und bin es auch jetzt noch...
Ich werde euch weiter berichten wie es mir so vor meiner Reise ergeht, wenn ich mal wieder die Zeit dazu finde, aber verlasst euch drauf, zudem werde ich mich natürlich regelmäßig „live“ aus St- Malo melden, also in diesem Sinne.
Alles liebe eure, jetzt schon total aufgeregte, Jana
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Ich habe euch bereits berichtet, wie ich zu der Idee meines Austausches gekommen bin. Berichtet habe ich euch, bis zu dem Punkt, an dem ich in das Programm von esfa aufge-nommen wurde.
Im Folgenden möchte ich euch erzählen, wie es mir bis jetzt so ergangen ist.
Also, ich habe mich entschlossen, nach St. Malo zu gehen.
St- Malo liegt im Norden Frankreichs, in der Bretagne, direkt am Atlantik.
Frau Bremer versicherte mir, mir bis spätestens einen Monat vor der Abreise meine Gastfamilie mit zu teilen. Bis dahin begann ich erst einmal fieberhaft und eifrig zu lesen, zu lesen über St- Malo, die Geschichte der Bretagne, Ausflugsziele und Strände, kurz gesagt einfach alles, was ich brauchbares finden konnte.
Wie Frau Bremer mir angekündigt hatte, kam einen Monat vor meiner Abreise Post, Post von esfa! Dieser Brief enthielt, neben einem Stadtplan von St- Malo und der dringenden Aufforderung meine Ankunftszeiten bekannt zu geben, auch die Adresse und den Namen meiner Gastfamilie. Was soll ich sagen? Ich war vor lauter Begeisterung nicht fähig, an etwas anderes zu denken und so beschloss ich, bei meiner Gastfamilie an zu rufen. Ich war jedoch so aufgeregt, dass ich es zunächst nicht schaffte auch nur ein Wort französisch zu sprechen. Nach ca. einer Minute Schweigen, schaffte ich es schließlich doch, mich als die neue Austauschschülerin vorzustellen.
Jetzt ist es noch eine Woche bis ich losfahre…
Momentan bin ich dabei, Pläne für mein Gepäck zu erstellen, mir Gastgeschenke zu überlegen und mich von meinen Freunden zu verabschieden.
Ich lasse euch mit Hilfe eines Berichtes aus St- Malo wissen, wie es mir geht.
Viele Grüße
Eure Jana
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Hey ihr Ich habe euch ja bereits von meiner Entscheidungs- und Vorbe-reitungsphase in Deutschland berichtet. Nun, ich bin am 04.01. morgens nach einer 21 stündigen Busfahrt in Rennes (der Hauptstadt der Bretagne angekommen). Meine Gastfamilie erwartete mich bereits. Meine Gastmutter, Gastbruder und meine Gastschwester, nach einer weiteren Stunde Autofahrt bin ich dann in der Stadt, in der ich ein halbes Jahr verbringen werde angekommen. Insgesamt schon ein be-fremdliches Gefühl. Ich bekam mein Zimmer zusehen. Ich richtete mich nur schnell ein um mich dann, völlig fertig, nur noch schlafen zu legen. Ohne zu wissen, dass mir in den nächsten Tagen eine Reihe von Verwandten und Freunden vorgestellt werden sollte, die so ungefähr die Hälfe der maloanischen Bevölkerung darstellen. Ich musste in den ersten Tagen feststellen, dass in der Bretagne ein sehr schnelles französisch gesprochen wird, aber nicht nur die Geschwindigkeit mit der hier gesprochen wird, unterscheidet sich von dem mir bekannten. Aber war es nicht genau das unbekannte was mich aus Deutschland drängt und mich nach Frankreich kommen ließ? Nun ich durfte und darf auch immer noch viele Unterschiede zwischen Frankereich Deutschland feststellen. Essen, einige Werte, Erziehung und nicht zu letzt die Schule unterschieden sich wesentlich von dem mir bekannten. Letzteres, nämlich die Schule, durfte ich nach den ersten fünf Tagen kennen lernen. Ich war sehr aufgeregtauf das, was mich erwarten würde. In der Zwischenzeit hatte sich neben dem Tagesrhythmus auch meine Sprache einigermaßen rehabilisiert. Sodass ich weniger Probleme hatte, den Gesprächen, mit meinen vier Jahren Sprachkenntnissen zu folgen. Aber weniger heißt wahrlich nicht keine! Ich kam also im Lycée Jacques Cartier begleitet von meiner Gastmutter an. Die erste Handlung verlangte einen Besuch bei dem Schulleiter. Ich erhielt neben aufbauenden und freundlichen Worten, meinen Stundenplan und wurde einer meiner Klasse zugeteilt. In meiner Klasse, befand sich zu der Zeit noch eine weitere deutsche Schülerin, deren Zeit hier jedoch bald zuende sein sollte. Es handelt sich bei jener Klasse, exakt um jene Klasse, die mich absolut freundlich aufnahm und mir während meiner bisherigen Zeit hier, die ziemlich genau auf 4,5 Wochen zu datieren ist, schon viel Freude bereitete. Sie bemühten sich darum, dass ich mich hier einheimisch fühlte und mein seltenstes aber durchaus erscheinendes Heimweh vergessen konnte. Meine Klassenkameraden und ich unternahmen schon einiges zusammen. Und ich kann nur sagen, dass ich mich schon wahnsinnig auf die nächsten Wochen und Monate hier freue. Mir gefällt es hier besser als ich in Deutschland gedacht hätte. Meine Klassenkameraden und ich haben schon viele Aktionen geplant! Ich schreib euch bald wieder und berichte was wir bisher schon realisiert haben und natürlich alles was ich bis dahin noch so erlebt habe...
Bis bald eure, absolut glückliche und Frankreich verrückte,
Jana
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Also ich bin jetzt mittlerweile seit mehr als unglaubliche drei Monaten hier, habe bereits einmal meine Gastfamilie gewechseltl, war mit meiner Klasse in Spanien, habe neue Freund kennengelernt und im Meer gebadet, einen surfkurs besucht und Frankreich genossen . Und ich muss echt sagen, dass die Zeit hier schneller zu verfliegen scheint als in Deutschland.
Natürlich habe ich mir auch hier einen Wochenrhythmus angeeignet, aber es passieren einfach immer wieder Dinge die mich zum staunen bringen. Ich muss sagen, bevor es mich hier nach Saint- Malo verschlagen hat, habe ich immer gedacht, das Deutschland und Frankreich, mal abgesehen von der Sprache, so ziemlich identisch sind, klar kleine Unterschiede hier und da, aber im Grunde genommen zu mindestens sehr, sehr ähnlich. Nun gut, diesem Vorurteil habe ich mich mittlerweile wirklich abgeschrieben.
Wie bereits gesagt, schaffen es die Franzosen hier mich echt auf trapp zu halten und mich immer wieder zu erstaunen, so dass es mir hier nie langweilig wird.
Angefangen bei der Tastatur, die hier völlig anders sortiert ist, über die unverzichtbaren, zwei warmen Mahlzeiten. Es wird hier nämlich morgens sehr groß gefrühstückt, das Frühstück soll die größte Malzeit darstellen, deshalb gibt es auch am Wochenende dann frische, genial duftende Croissants, Jogurt, Baguette, Orangensaft, sämtliche Sorten von Marmelade, Sorten von frischen Brötchen…, dann gibt es das warme Mittagessen, das traditionell um 12:00 gegessen wird, dafür haben wir dann hier drei Stunden Pause, damit wir noch die Zeit haben nach Hause zu fahren und zu essen. Und abschließend noch ein großes Abendessen, welches so gegen 18:00 bis 19:00 Uhr beginnt und sich häufig über einen längeren Zeitraum erstreckt, dort wird über alle nur erdenklichen Themen diskutiert. Alle diese Essen werden mit der ganzen Familie eingenommen. An den Wochenenden wird auch häufig noch mit Freunden und der gesamten Großfamilie gespeist. Wenn jetzt jemand denkt, dass dies schon alles ist, kann ich ihn jetzt eines besseren belehren: Allein beim Essen gibt es noch tausende von Unterschieden, um nur allein die Spezialitäten zu begutachten: Froschschenkel, gesalzene Butter, Schnecken, Galettes, Paris-Brest, Far breton, um hier nur wenige zu nennen. Aber auch in der Namensgebung gibt es grundlegende Unterschiede, während ich noch dachte, dass es sich wohl so ziemlich um die selben Namen handeln sollte, wurde ich erneut überrascht, denn Camille, Rozenn, Renault, Lucille und auch Maud hatte ich zuvor noch nie gehört. Aber auch im Bereich der Traditionen unterscheiden sich Frankreich und Deutschland, während an Ostern, in meiner Heimatstadt der Osterhase die angemalten Eier bringt, wird hier von einer großen Glocke erzählt, die geschwungen wird, die dann Schokoostereier regnen lässt, welche von den Kindern gesucht werden können.
Absolut überlebenswichtig ist für die Franzosen ihr Baguette, welches, die absolute Ernährungsgrundlage bildet, geschockt war ich, nachdem ich Harry Potter gesehen habe und festgestellt habe, dass sogar Zauberstab auf französisch „Baguette“ heißt.
Ich könnte noch stundenlang weitere Unterschiede und Besonderheiten der Franzosen und der französischen Kultur aufzählen, ich höre an diesem Punkt hier jetzt aber auf, denn ich will euch ja nicht alles schon verraten, nur so viel ich bin immer noch und immer wieder erstaunt, aber ich genieße alle diese Erfahrungen zu tiefst und ich freue mich über jede einzelne. Also macht euch auf und entdeckt selber que la France c’est le pied.
Eure, immer noch faszinierte
Jana
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 | | Abschied und Rückblick |  |
Mein Frankreich Aufenthalt ist jetzt so gut wie beendet, ich kann es noch gar nicht begreifen, wie schnell die Zeit hier doch vergangen ist. Es war nicht immer leicht und ich freue mich jetzt auch wieder nachhause zu kommen, aber ich weis auch, dass mir in Deutschland einiges von hier fehlen wird; nicht zu letzt die Leichtigkeit mit der es sich hier lebt, aber vor allem natürlich erst einmal meine neugewonnenen Freunde!! Wenn man mich fragen würde, ob ich die Entscheidung ein halbes Jahr nach Frankreich zu gehen, noch einmal treffen würde, stellt sich für mich die Frage nicht; ich würde immer wieder gleich entscheiden; ich würde immer wieder gehen!! Ich habe hier Erfahrungen gemacht, die ich in Deutschland nicht hätte machen können, ich habe mich hier verändert, wie ich mich in Deutschland nicht hätte verändern können, ich habe einzigartige Menschen getroffen und habe hier ein anderes Leben gelebt; es wird hier einfach in einer gewissen Weise noch mal ganz von vorne angefangen.
Ich möchte rückblickend noch etwas über meine schulischen Erfahrungen zu berichten. Ich erinnere mich noch als man mir an dem Tag meiner Ankunft sagte, dass ich ein Lycée mit gut 3000 Schülern besuchen würde ,mehr als das und den Namen meiner schule wusste ich nicht. Ich habe mir lange vorher schon Gedanken gemacht, wie die Schule hier wohl seinen würde, wie ich mich vorstellen sollte, ob die Schule schwerer sei als in Deutschland und vor allem hoffte ich in eine nette Klasse zu kommen, was soll ich jetzt sagen alles regelte sich von alleine.
An meinem ersten Tag bin ich, mit meiner damaligen Gastmutter, zu dem zuständigen Lehrer gegangen, er hat mir vieles erklärt und gemeinsam haben wir auch meinen Stundenplan erstellt. So gibt es, nicht wie bei uns in der Oberstufe Leistungskurse, es gibt hier drei Klassentypen, L (litterature), S (Mathe) und ES (Witschaft und Soziales)
und so fing er an, der Schulalltag,,, Ich weis es noch wie Heute, meine erste Stunde hatten wir französisch litterature, welches auch für die nächsten 6 Monate mein Hauptfach seinen sollte. Die Sprechgeschwindigkeit meiner Lehrerin hat doch überrascht, ich habe wirklich so gut wie nichts verstanden und wie verrückt in meinem Wörterbuch nach Vokabeln gesucht. Wie ich heute weis, hat meine Klasse während dessen versucht, erst einmal herauszubekommen, welche Nationalität ich den angehöre, da man vergessen hatte mich vorzustellen,,,,
Der Tagesablauf in der französischen Schule ist einfach ganz anders als der, in den deutschen Schulen. Meistens hat man von 8 -11 Uhr Unterricht, dann eine sehr, sehr lange Mittagspause, damit man auch ganz sicher die Zeit hat ausgiebig zu essen. Auf meinem Stundenplan war es so nicht selten, 3 Stunden Mittagspause zu haben. Die französischen Schulen sind ohnehin besser ausgestattet und mehr gesichert. Das ganze Schulgelände ist von einer hohen Mauer umgeben, es gibt somit nur drei Eingänge. Es gibt in den Schulen den Beruf des „Aufpassers“ seine Aufgabe ist es zu schauen, ob alles, von Schülerseite aus, richtig funktioniert. In der Schule gilbt es eine richtige Krankenstation, ein Schülerbüro, mehrere Aufenthaltsräume und eine sehr große Cafeteria, Sportplätze und etc. Vieles wird hier lockerer gesehen, von mündlichen Noten bis zu den Hausaufgaben, vieles jedoch auch viel strenger, wenn wir wenig zu spät kamen, wurden wir von den Lehrern nicht mehr in die Klasse gelassen (oft reichten schon 2 Minuten), so mussten wir zum „vie scolaire“, dort in unser Entschuldigungsheft einen Grund für unser zu Spätkommen angeben, das ganze wird dann von dem „vie scolaire“ unterzeichnet, und anschließend kann man in die Klasse, das Heft wird von dem jeweiligen Lehrer unterschrieben und danach kann man endlich am Unterricht teilnehmen.
Ich selber habe aber meine Schulzeit hier sehr genossen, trotz und vielleicht gerade wegen all dieser Unterschiede. Ich hatte und habe einfach eine wundervolle Zeit hier, durch die Schule hatte ich die Möglichkeit die Unterschiede zwischen Deutschlands-schulsystem und dem Frankreichs zu sehen, ich konnte Bekan-ntschaften mit französischen Schülern meines Alters machen und ich konnte Freundschaften und Kontakte knüpfen, die ich sicherlich in Deutschland pflegen werde.
Mein Auslandsaufenthalt hat mir einen Blick in eine andere Kultur, ein anderes Werteverständnis und den intensiven Kontakt mit Sprache und Menschen ermöglicht.
Ich werde wohl noch oft an meine Zeit hier in Frankreich zurückdenken, ich werde oft von ihm erzählen und werde immer wieder zu dem einen Schluss kommen, es war eine der besten Entscheidungen die ich jemals getroffen habe nach Frankreich zu gehen.
Mit freundlich Grüßen Jana B
Erlebnisberichte lesen
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